Selb - Steinkreuz

genannt das "Schwedenkreuz"

Stadt Selb – Landkreis Wunsiedel

GRANIT 132 cm hoch - 73 cm breit - 27 cm dick

 

STANDORT:  Früher befand sich das Kreuz auf der Flur des nicht mehr vorhandenen Dorfes Wurlitz.

 

Östlich des Forsthauses Häusellohe (etwa ca. 1000 m), in der unmittelbaren Nähe der Landesgrenze zur CZ findet man das Kreuz rechts am Rande eines nach Osten führenden Forstweges (Forststraße Waldfuhre). Im Volksmund wird der Stein als Schwedenkreuz bezeichnet.  Das Kreuz stand ehemals in der Waldabteilung Wurlitzloh, bei Forstarbeiten wurde es an den heutigen Standort versetzt. Die Ortschaft Wurlitz ist nicht mehr vorhanden, bestand ehemals aus 9 Häusern.  Eine Ortschaft Wurlitz gibt es auch bei Rehau.

 

SAGE: Im Dreißigjährigen Krieg soll zwischen Kaiserlichen Truppen und Schweden ein gewaltiger Kampf  stattgefunden haben. Funde,  von Hufeisen und Lanzenspitzen aus der damaligen Zeit, die im Umfeld gefunden wurden, lassen  vermuten, dass die Überlieferung stimmt.

 

Von einem Chronisten wird berichtet, dass in der Waldabteilung Steinerncreutz  im Krieg viele Menschen umkamen, der Flurname bzw. die Waldabteilung wird heute Steinkreuzloh genannt.

Alte STEINKREUZE – vergessen – beim Straßenbau einfach mit zum Abfall geworfen oder in den Untergrund mit eingebaut – dabei jedoch unwiederbringliche Zeugen der Vergangenheit und der Geschichte unserer Region. Die Sagen über die Kreuzsteine und Steinkreuze sind nicht immer ernst zu nehmen, meistens standen diese an Altstrassen und hatten wohl eine andere Bedeutung, trotzdem handelt sich aber oftmals tatsächlich um Sühnekreuze für begangene Untaten. 

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STADT SELB

 

Quellennachweis siehe Startseite Flurdenkmale - Bilder 1988 (c) Dieter Wolf