Altstrassen

Karolingische Handelsstraße

 

Diese Strasse war wohl einst eine der ersten Handelsstraßen und ist aus der alten Heerstraße vom Jahre 805 entstanden. In Marienweiher soll sich die Handelsstraße mit der Heerstraße gekreuzt haben. Auf der Route lagen verschiedene Urmeierhöfe, die dazu dienten, die Reisenden zu versorgen oder Zugtiere auszuwechseln und Vorspanndienste zu leisten. Damals betrug eine „Tagesstrecke“ der Kaufleute etwa 20 km (Pferdegespanne – Ochsengespanne mit Wagen).  Es gab einst z.B. sieben „freie“ Dörfer, deren Hauptsitz Ahornberg war. Diese Dorfgemeinschaften hatten Marktrechte und weitere Privilegien, dafür hatten sie sich um die Befahrbarkeit der Wege zu kümmern, die damals ja auf natürlichen Untergrund verliefen und nicht weiter befestigt waren. Bei Trockenheit mag es ein gutes Vorwärtskommen erlaubt haben, aber bei Regen usw. waren umfangreiche Sanierungsarbeiten nötig. Berge wurden immer auf der Südseite umfahren bzw. befahren, da hier die Wege schneller trocken waren.

HINWEIS Die Karte  wurde  frei erstellt ohne  Bezug auf Genauigkeit der Topographie und

dient nur als Übersicht. 

Das Dorf Mussen bei Münchberg z.B. dürfte die älteste urkundlich erwähnte Ortschaft bei uns sein. Es wurde bereits im Jahre 1007 erwähnt. Die „sieben“ freien Dörfer waren bei uns Ahornberg, Laubersreuth, Querenbach, Ölschnitz, Jehsen, Meierhof und Almbranz. Befestigte Stationen lagen immer an der Strecke und auch die sogenannten Meierhöfe hatten jeweils eine Wehranlage. In Hartungs befand sich z.B. ein Gut mit Turmhügel. Solche  Meierhöfe waren u.a. auch in Meierhof oder Burkersreuth. Erst nach und nach entstanden dann die größeren Ansiedelungen und wurden zu Städten. Die Wege wurden im Laufe der Jahrhunderte immer weiter „ausgebaut“ und nun entstanden auch Verbindungen unter den einzelnen Ortschaften. Mit der Zeit wurden die Wege auch mit natürlichen Materialien befestigt und immer wieder verbessert.  

Es entstanden „wirkliche“ Straßen die später erst den Postverkehr und schnelleren Transport der gehandelten Waren zuließen. Anstatt von „Furten“ entstanden z.B. Brücken über Bäche und Flüsse. Vorher wurden oft Dämme gebaut die einen Teich als Folge hatten, um nasse Wegstrecken zu überbrücken. Diese dadurch entstandenen Teiche sorgten mit Fischreichtum zur Ernährung der Bevölkerung. Ein solcher Damm und Teich entstand auch zwischen der „Katz“ und Burkersreuth.   In der Zeit der Karolingischen Handelsstraße gab es auch die Königshöfe wie in Marktleugast oder Grünwehr bei Kulmbach. Die Handelsstraße führte in unserem Gebiet von Kulmbach nach Hof und weiter ins Sorbenland. Ein Königshof von Karl dem Großen ist in Forchheim nachgewiesen. 

Quellennachweise siehe Startseite Flurdenkmale